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Humboldt-Universität zu Berlin - Die zentrale Frauenbeauftragte

Ausstellungsprojekt "Eigensinn"

Während der gesamten Themenwoche wird das Fotoprojekt "Eigensinn" von Wenke Seemann im Hauptgebäude der Humboldt-Universität ausgestellt. Die Künstlerin zeigt in ihrem Werk die Portraits von 10 Frauenrechtlerinnen, die sich aktiv gegen Gewalt gegen Frauen und für sexuelle Selbstbestimmung einsetzten.

Wenke Seemann untersucht mit ihrem Fotoprojekt EIGENSINN unterschiedliche Erscheinungsformen von Feminismus zwischen politischem Kampf und wissenschaftlichem Diskurs, gesellschaftlichem Engagement und Selbstbehauptung, Netzaktivismus und Popkultur anhand ihrer Protagonistinnen. In ihrer Arbeit porträtiert sie Frauen aus Algerien, Chile, Deutschland, Griechenland, Indien, Japan und Südkorea, die sich auf ganz verschiedene Weise feministisch positionieren. Dabei präsentiert die Fotografin nicht ihren persönlichen Blick auf die Frauen, sondern überlässt den Frauen selbst die Kontrolle über das eigene Bild. Die Porträts entstehen als Selbstbildnisse, als Fotografien von Spiegelbildern. Die Frauen sind hier die Dramaturginnen ihrer eigenen Inszenierung. Das Drücken des Selbstauslösers markiert den Moment der Entscheidung für eine bestimmte Form der Selbstdarstellung, die zugleich Behauptung oder Frage sein kann. Wenke Seemann kombiniert diese Porträts jeweils mit einer zweiten Aufnahme, die den Ausblick aus den Räumen zeigt, in denen die Selbstbildnisse entstanden sind und einem Text, zu ungewöhnlich vielschichtigen Porträt-Triptychen. Sie erzählen von Frauen, die Haltung beweisen, die Position beziehen und in verschiedenen Ländern und gesellschaftspolitischen Kontexten für ihre Überzeugungen, ihre Art zu leben, ihre Arbeit einstehen. 
Wenke Seemann | Fotografin & Sozialwissenschaftlerin | www.seemannsbilder.de