Humboldt-Universität zu Berlin - Die zentrale Frauenbeauftragte

Gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt

Im Rahmen einer breit angelegten Kampagne gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt organisiert die zentrale Frauenbeauftragte regelmäßig Aktionstage, Workshops und Podiumsdiskussionen.

 

Universitätsweiter Aktionstag am 25.11.2021

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen am 25. November setzt die Humboldt-Universität zu Berlin ein klares Zeichen gegen jegliche Form sexualisierter Diskriminierung und Gewalt.

Geschlechtsspezifische Gewalt kann unterschiedliche Formen annehmen und reicht von physischer, körperlicher oder sexueller Gewalt innerhalb der Partnerschaft bis hin zu sexueller Belästigung im öffentlichen Raum. Auch Zwangsverheiratung sowie Menschenhandel zählen dazu. Gewalt gegen Frauen ist unter anderem in historisch ungleichen Machtverhältnissen zwischen Männern und Frauen verwurzelt und wird auch in der deutschen Gesellschaft durch nach wie vor anhaltende strukturelle Benachteiligungen von Frauen begünstigt. 

Die HU als Spiegel der Gesellschaft

Gewalt gegen Frauen ist kein Problem sozialer Brennpunkte, sondern findet in allen gesellschaftlichen Schichten statt. Sie macht auch vor der akademischen Community nicht halt. Jede Hochschule ist ein Abbild der Gesellschaft, demnach sind auch Humboldtianerinnen von sexualisierter Gewalt, Mobbing und Cybermobbing und struktureller Diskriminierung betroffen. Die HU setzt sich entschieden dafür ein, hier Besserungen herbeizuführen: Das Gleichstellungsprogramm der HU, das Caroline von Humboldt- Programm versucht, durch umfassende Maßnahmen strukturelle Benachteiligungen zu bekämpfen, die zentrale Frauenbeauftragte und ihre Stellvertreterinnen stehen Betroffenen zur Seite.  Wir informieren bei Fragen zu (Cyber-)Mobbing und Stalking, zum internationalen Tag der Gewalt gegen Frauen werden jährlich Empowerment - Workshops abgehalten.

Ziel ist es, alle HU-Angehörigen zu sensibilisieren, Betroffene über Beratungsangebote zu informieren und vor allem deutlich zu machen: An der HU werden sexualisierte Belästigung und Gewalt nicht geduldet!

Wir helfen

Als Frauenbeauftragte agieren wir bei sexualisierter Diskriminierung und Gewalt parteilich im Sinne der Betroffenen. Wir möchten Sie ermutigen, sich gegen jede Form von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zur Wehr zu setzen!

Wenn Sie selbst betroffen sind oder erfahren, dass eine dritte Person betroffen ist, können Sie sich gern an uns oder Ihre zuständige dezentrale Frauenbeauftragte wenden. Ihre Angaben werden vertraulich, auf Wunsch auch anonym behandelt. In akuten Fällen oder außerhalb unserer Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte an die Polizei und/oder an den HU-Wachschutz. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, eine externe Beratungsstelle aufzusuchen.

Mutausbruch – Starkes Auftreten bei sexualisierter Gewalt und Diskriminierung

Dieses Jahr fand bereits am 13. November 2021 der erste Workshop unter dem Titel "Mutausbruch – Starkes Auftreten bei sexualisierter Gewalt und Diskriminierung" statt. Aufgrund der hohen Nachfrage erfolgt ein zweiter Workshop am 08.01.2022. Dass auch dieser wenige Stunden nach der Ankündigung bereits ausgebucht war, zeigt das offenbar große Interesse von FLINT Personen an der HU am Thema. (FLINT steht für Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre und trans Personen – also Personen, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert werden.)

Der Workshop Mutausbruch zielt darauf ab, Frauen* in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und ihren individuellen Reaktionsrepertoire im Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zu erweitern. Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt kann in jedem Lebensbereich vorkommen: Sei es im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz, der Universität oder im privaten Umfeld. Erschwerend hinzu können noch Machthierarchien und Abhängigkeiten kommen – vor allem im Arbeits- und Universitätskontext. Einen richtigen Umgang damit gibt es nicht, sondern jede*r Betroffene*r muss individuell prüfen, welche Reaktionsform zur Situation und einem*r selbst passt. Dafür ist es notwendig, mögliche Reaktionsmöglichkeiten zu kennen und zu üben.

Im Workshop wurde zunächst auf theoretischer Ebene geprüft, was Gewalt bedeutet und welche unterschiedlichen Formen es davon gibt. Anschließend ging es um Selbstbewusstsein und selbstsicheres Auftreten, verstanden als sich seiner*ihrer bewusst zu sein. Sich seiner*ihrer selbst bewusst zu sein bedeutet nicht immer stark zu sein, sondern sich entscheiden zu können, wie und mit welcher Haltung auf etwas reagiert wird. Auf praktischer Ebene ging es dann konkret um das Thema Grenzen: Die eigenen Grenzen spüren und sie durch Gestik und Mimik wahren. Dazu gehören Dinge wie bewusst gerade hinstellen, körperliche Präsenz zeigen, Raum einnehmen: Selbstbewusst auftreten kann geübt werden! Wir hoffen, dass die Teilnehmerinnen* viel mitnehmen konnten und freuen uns auch im nächsten Jahr auf reges Interesse am Workshop.

 

Kontakt
Das Team der zentralen Frauenbeauftragten

Dr.in Ursula Fuhrich-Grubert

Kristina Kütt

Caroline Kunert


Tel.: 2093-12830
frauenbeauftragte@hu-berlin.de

 

Vergangene Veranstaltungen

 

Podiumsdiskussionen

In den Podiumsdiskussionen werden jeweils bestimmte Aspekte von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt aufgegriffen und diskutiert.

Plakatkampagne "Kein Raum für Übergriffe"

Im Juni 2014 startete die Plakatkampagne gegen sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an verschiedenen Orten innerhalb der Humboldt-Universität.
 

 

image

 

 

Weitere Informationen